herztönchen – Die CD
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Da gibt man sich von Anfang an Mühe, sich mit seinem Kind verständigen zu können und zieht dabei alle Tricks zu Hilfe, die man noch von seiner Kindheit weiß. Nicht umsonst benützt man einfache Wörter für alltägliche Tätigkeiten oder Dinge. Da gibt es auch noch die Ratgeber, die Hilfe und Unterstützung zu dem Thema anbieten. Schnell merkt man, dass man mehr Begriffe braucht, als man dem Nachwuchs auf die Schnelle beibringen kann.
Aber was jetzt? fragte ich mich heute morgen, als meine Kleine – noch keine eineinhalb Jahre alt – vor der Terassentüre steht und mit einem Schuh in der Hand darauf zeigt: “dsu!”. Sie meint, die Türe wäre zu und ich sollte sie öffnen, damit sie hinaus in den Garten spielen gehen kann. Wie mache ich ihr klar, dass der Herbst uns morgentlich kaum mehr als 10°C beschert, die Wiese nass ist und ich bei dem Nebel noch keine Lust hab, draußen zu sitzen?
Und trotzdem ist es schön zu sehen, dass wir schon so weit gekommen sind. Ich nehme sie auf den Arm, demonstriere ihr die unangenehme Kälte und gehe mit ihr wieder hinein. Sie wird nicht ganz verstanden haben, aber sie ist mit der extra Portion Aufmerksamkeit zufrieden und geht wieder spielen.
Jetzt frage ich mich, was sie wohl sagen wollte. Wollte sie wirklich hinaus, oder wollte sie mich von meiner Tätigkeit ablenken? Man sollte Kinder nie unterschätzen …
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