Manche Ukulelen fallen zuerst durch ihren Klang auf. Andere durch ihr Spielgefühl. Und manche schaffen es schon beim ersten Blick, neugierig zu machen.

Die ToDo „The Nile“ UTD-80S gehört für mich eindeutig zur dritten Gruppe – und beim genaueren Hinsehen und Spielen zeigt sich, dass hinter dem besonderen Äußeren auch ein angenehm unkompliziertes Instrument steckt.

Ich habe die Sopran-Ausführung der „The Nile“ in Ruhe geprüft: Verarbeitung, Spielbarkeit, Stimmung und natürlich den Klang. Dabei wollte ich nicht wissen, ob sie auf einem Produktfoto hübsch aussieht, sondern wie sie sich tatsächlich in der Hand anfühlt und ob ich sie guten Gewissens weiterempfehlen würde.

Eine Ukulele, die ihre eigene Geschichte erzählt

Das Design der „The Nile“ ist sicherlich das Erste, was ins Auge fällt.

Die Gestaltung greift Motive rund um das alte Ägypten und den Nil auf. Rund um das Schallloch findet sich eine stilisierte Sonne, auf der Decke sind weitere Symbole und Linien eingearbeitet. Laut ToDo steht die Wellenlinie unter anderem für Fluss und Leben.

Was mir dabei gefällt: Das Instrument wirkt trotz der vielen Details nicht überladen.

Die Holzfarbe, das matte Finish und die eingearbeiteten Motive ergeben zusammen ein stimmiges Gesamtbild. Bei meinem Testinstrument entsprach die Ukulele auch optisch gut den Produktabbildungen.

Und sie wirkte auf mich in natura sogar besser, als ich es von einem industriell gefertigten Instrument zunächst erwartet hätte.

Sauber verarbeitet und angenehm schlicht

Bei einer Ukulele für Einsteiger:innen ist mir wichtig, dass das schöne Design nicht von Schwächen bei der Verarbeitung ablenkt.

Bei meiner UTD-80S gab es hier erfreulich wenig zu beanstanden.

Das matte Finish war sauber ausgeführt, Klebestellen oder störende Verarbeitungsfehler fielen mir nicht auf. Auch die Bundkanten waren ordentlich gearbeitet und fühlten sich beim Spielen nicht scharf an.

Das Schallloch ist innen geschützt und die Mechaniken machen einen soliden Eindruck.

Insgesamt entstand bei mir der Eindruck eines sorgfältig gefertigten Instruments, bei dem die Details gut zusammenpassen.

Besonders angenehm: die Spielbarkeit

Hier liegt für mich eine der größten Stärken der kleinen „The Nile“.

Die Saitenlage meines Testinstruments war sehr gut. Akkorde in den ersten Lagen ließen sich angenehm greifen, auch Lagenwechsel funktionierten problemlos.

Gerade für Anfänger:innen ist das wichtig.

Wenn die Saiten unnötig hoch über dem Griffbrett liegen, braucht man mehr Kraft in den Fingern. Das kann die ersten Spielerfahrungen deutlich anstrengender machen, als sie sein müssten.

Bei der getesteten UTD-80S hatte ich dieses Gefühl nicht.

Sie lässt sich angenehm greifen und eignet sich durch ihre geringe Größe besonders gut für kleine Hände. Auch für Kinder kann das ein Vorteil sein.

Gleichzeitig möchte ich bei der Sopranform auf einen Punkt aufmerksam machen: Sie ist eben wirklich klein und leicht.

Wer größere Instrumente gewohnt ist oder einen etwas großzügigeren Korpus angenehmer findet, muss sich beim Halten möglicherweise erst daran gewöhnen. Ich persönlich würde bei dieser Größe einen Gurt empfehlen – gerade dann, wenn man entspannt spielen möchte, ohne die kleine Ukulele ständig mit dem Körper stabilisieren zu müssen.

Stimmen funktioniert unkompliziert

Auch beim Stimmen hat sich die Ukulele in meinem Test gut geschlagen.

Die geschlossenen Mechaniken reagierten fein und die gewünschte Tonhöhe ließ sich eindeutig einstellen. Die Stimmstabilität war für ein fabrikneues Instrument bereits ordentlich.

Das ist gerade bei einer Anfängerukulele ein Punkt, den ich nicht unterschätzen würde.

Ein Instrument, das sich nur mühsam stimmen lässt oder ständig verstimmt, kann schnell den Eindruck vermitteln, man selbst spiele falsch. Umso angenehmer ist eine Ukulele, die hier unkompliziert mitmacht.

Wie klingt die ToDo „The Nile“?

Klang bleibt immer auch eine persönliche Wahrnehmung. Dazu kommen Bauweise, Größe, Saiten, Raum und Spielweise.

Bei meinem Test empfand ich den Klang der „The Nile“ vor allem als angenehm warm.

Besonders positiv fielen mir die Ausgewogenheit der Saiten, ihre dynamische Reaktion und der Nachklang auf.

Sie ist für mich keine Ukulele, die unbedingt durch maximale Lautstärke beeindrucken möchte. Gerade bei sehr kräftigem Strumming liegt ihre Stärke weniger in großer Durchsetzungskraft.

Das muss aber überhaupt kein Nachteil sein.

Für Liedbegleitung zu Hause, erste Akkorde, ruhigeres Strumming, kleine Melodien oder Picking empfinde ich ihren Charakter als sehr angenehm.

Sie klingt freundlich und ausgewogen und passt damit gut zu dem, was sie auch optisch vermittelt: ein kleines Instrument, das eher einlädt als sich in den Vordergrund drängt.

Für wen würde ich die UTD-80S empfehlen?

Besonders gut vorstellen kann ich mir die Sopran-Ausführung für Menschen, die ihre erste Ukulele suchen und ein Instrument möchten, das sich angenehm greifen lässt.

Auch für Kinder und Menschen mit kleinen Händen ist die kompakte Bauweise interessant.

Und natürlich richtet sie sich an alle, für die eine Ukulele nicht einfach nur „irgendein Instrument“ sein soll. Das Ägypten- und Nil-Design gibt ihr einen ganz eigenen Charakter.

Ich sehe sie besonders bei:

  • Anfänger:innen
  • Kindern und Menschen mit kleineren Händen
  • Spieler:innen, die eine leichte Ukulele mögen
  • Liedbegleitung und entspanntem Strumming
  • Picking und kleinen Melodien
  • Menschen, denen ein besonderes Design Freude macht

Und wenn Sopran einfach zu klein ist?

Dann gibt es eine sehr einfache Lösung.

Die „The Nile“ wird nicht nur als 21-Zoll-Sopranukulele UTD-80S angeboten, sondern auch in einer 23-Zoll-Konzertausführung.

Das finde ich bei diesem Modell besonders schön.

Man muss sich also nicht zwischen dem ungewöhnlichen Design und einer angenehmeren Instrumentengröße entscheiden.

Wer größere Hände hat oder beim Spielen gern etwas mehr Instrument vor sich spürt, sollte sich die Konzertversion unbedingt ebenfalls ansehen.

Mein Fazit zur ToDo UTD-80S „The Nile“

Die kleine „The Nile“ hat mich vor allem durch die Kombination aus eigenständigem Design und unkomplizierter Spielbarkeit überzeugt.

Sie ist sauber verarbeitet, lässt sich angenehm greifen und stimmen und bringt einen warmen, ausgewogenen Klangcharakter mit.

Ihre Sopran-Größe macht sie leicht und handlich und ist gerade für kleine Hände interessant. Wer mit sehr kleinen Instrumenten nicht so gut zurechtkommt, findet dasselbe Konzept erfreulicherweise auch in Konzertgröße.

Damit ist die „The Nile“ für mich viel mehr als nur eine hübsch verzierte Ukulele.

Sie ist ein sympathisches Instrument für Menschen, die unkompliziert spielen möchten – und dabei gern eine Ukulele in der Hand halten, die nicht aussieht wie jede andere.

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